Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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GM Jussupow (2001)

Im Spätsommer 2001 gelang dem Verein wieder ein kleiner Coup, indem man den Großmeister A. Jussupow für ein langes Trainingswochenende im Bürgeramt HN-Biberach gewinnen konnte. Dank gilt an dieser Stelle W. Rogowski, der seine guten Kontakte zu Jussupow aktivierte und so diese Veranstaltung ermöglichte.

Am Freitag, den 2. November 2001, war es dann soweit: Gegen 19.00 Uhr begann unser Schachtrainer das Seminar mit Ausführungen zum Übergang von Eröffnung ins Mittelspiel und vom Mittelspiel ins Endspiel und die damit verbundenen Probleme. Schon allein der erste Themenkomplex lässt erahnen, dass sich dieses verlängerte Wochenende eher an erfahrenere Schachspieler ab Landesliga-Niveau oder besonders Lernwillige richtete.

Großmeister A. Jussupow (Bildmitte) und die Teilnehmer des Seminars


Was bei anderen Veranstaltungen als Crux gilt, traf hier nicht zu: A. Jussupow beantwortete in der angenehmen Teilnehmerrunde etliche ihm gestellte Fragen präzise und auch für die letztgenannte Fraktion verständlich und die regelmäßig zwischen den Trainingseinheiten eingerichteten Pausen samt Stärkungsmöglichkeit wurden dankbar genutzt (ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Familie Warsitz , ohne deren Imbisssnacks einige Teilnehmer wohl verhungert wären). 

A. Jussupow outete sich in diesem Zusammenhang wieder einmal als absoluter Kaffeeliebhaber (Stichwort: Olympiaabsage 2002).


GM Jussupow am Demobrett

 Nachdem wir am Samstagvormittag mehr über strategische Mittelspielpläne bei aktuellen Eröffnungen erfahren haben, fuhr der Großteil der Biberacher Teilnehmer mit dem Schach-Guru zum gemeinsamen Mittagessen um sich anschließend gestärkt Gewinn- und Remisplänen bei Endspielen widmen zu können. Hier zeigte uns Jussupow, auch anhand etlicher eigener Partien, dass bei Bauernendspielen oder Leichtfigurenendspielen (Läufer gegen Springer) die Technik zählt und hat damit auch erreicht, dass die Teilnehmer die Analyse eigener Partien nach Seminarende wieder etwas ernster nahmen. Aus Fehlern soll man schließlich lernen!

Ein weiteres Highlight stand ab 18.00 Uhr mit einem Simultan gegen den GM statt. Dazu waren auch etliche andere Vereinsspieler erschienen um mitzuwirken. Das Endresultat war dann ziemlich eindeutig: Zero Points für die Herausforderer, Jussupow zeigte allen, warum er zu den aktuellen deutschen Top 5 zählt.

GM A. Jussupow macht einen Zug in der Simultanpartie gegen Karl-Heinz Kreis

Während am Sonntagmorgen noch halb Deutschland in den Federn lag, erfuhren wir mehr von speziellen Bauernstrukturen (blockiertes Zentrum, Isolani). Vor allem der isolierte Zentrumsbauer dürfte nach Partiebeispielen und Analyse unseres Seminarleiters bei etlichen Telnehmern wieder mehr Beachtung finden, da er entsprechend eingesetzt spielentscheidend sein kann. 

Gegen 13.30 Uhr ging ein durchweg bereicherndes Wochenende zu Ende. Zur eigenen Nachbereitung erhielt jeder Teilnehmer Trainingsmaterialien mit Partiebeispielen und Aufgaben zu den behandelten Themenkomplexen mit nach Hause.

Das Wochenendseminar hat eindrucksvoll gezeigt, dass man aber einer gewissen sportlichen Klasse (Bezirksliga aufwärts) ohne die Bereitschaft zu trainieren und Partien zu analysieren, schnell an die eigenem spielerischen Grenzen stößt. Gerade im Hinblick auf unser Landesliga Engagement sind solche Veranstaltungen wünschenswert.

Zur Person:
A. Jussupow (geb. 13.02.1960, verh., 2 Kinder, ELO über 2600) ist seit 1980 Großmeister. Seine bedeutenden Schacherfolge: 3x Halbfinale der Weltmeisterschaft (1986, 1989, 1992), Jugend-Weltmeister (1977), 2x Europameister, 1x Weltmeister und 5x Olympiasieger mit der sowjetischen Nationalmannschaft, 2x Deutscher Meister mit Bayern München und Solingen. Seit 7 Jahren spielt er sehr erfolgreich am ersten Brett in der deutschen Nationalmannschaft (Olympiazweiter in Istanbul 2000). Zusammen mit dem Spitzentrainer M. Dworezki hat er mehrere Schachbücher geschrieben. Sekundant von Viswanthan Anand während der Weltmeisterschaftskämpfe. Er betreibt seit Mitte der neunziger Jahre eine Schachakademie in Bad Wiessee. Seine Hobbys sind Musik, Kino und Bücher.

(me)

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Grundschule Biberach,
Bibersteige 9,
74078 Heilbronn-Biberach,
2. Stock, Vereinseingang (neben Hallenbad)

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Jugend mittwochs 18-19:30 Uhr, freitags 18-20 Uhr,
Erwachsene freitags ab 20 Uhr

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