Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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BW-Mannschaftsfinale 2016 U12+U14

BW-Mannschaftsfinale 2016 - U12 + U14

Bericht von Dimitrios Triantafillidis
 
Gleich 2 Teams aus Biberach hatten sich im April bei der Württembergischen Mannschaftsmeisterschaft für das BW-Finale, welches dieses Jahr in der Jugendherberge in Karlsruhe ausgetragen wurde, qualifiziert.

Während unsere U12 als erster Nachrücker ins Finale stieß und dadurch natürlich „Underdog“ war, war für unsere U14 die Quali zur Deutschen Meisterschaft (DVM) durchaus im Bereich des Möglichen.

Bericht U14:
Als die Aufstellungen der Teams bekannt waren, war aber schnell klar, dass es eine sehr schwere Geburt werden könnte. Unsere Gegner hießen:

  • Königskinder Hohentübingen (durchschn.DWZ: 1575)
  • Karlsruher SF (durchschn.DWZ: 1528)
  • SF Sasbach (durchschn.DWZ: 1519)
  • SK Bebenhausen (durchschn.DWZ: 1184)
  • BG Buchen (durchschn.DWZ: 1139)

Wir selbst spielten in der Aufstellung:

  • Brett 1: Simeon Triantafillidis
  • Brett 2: Noah Geltz
  • Brett 3: René Späth
  • Brett 4: Antonio Melzig

Und hatten somit eine durchschnittliche DWZ von 1440 an den Brettern, was den Startplatz 4 bedeutete.

Somit gab es einen klaren Plan für das Ziel DVM: gegen Bebenhausen und Buchen gewinnen, und gegen mindestens einen der Top-Teams eine Überraschung schaffen.

Hochmotiviert gingen unsere Jungs also am Freitagabend an die Bretter und mussten am nach knapp 3h ernüchtert ein 0-4 akzeptieren. Ergebnismäßig zwar die Höchststrafe, doch die Partien selbst waren nicht ganz so klar gewesen.

Am Morgen des Samstags traten wir gegen die BG Buchen an und gewannen souverän mit 4-0. Damit war das Selbstvertrauen wieder zurück und es begann eine wilde Achterbahn der Gefühle.

In der 3.Runde trafen wir auf die SF Sasbach, welche in Top-Besetzung sicher nicht zu schlagen gewesen wären. Doch selbst ohne die beiden superstarken Jungs Raphael Zimmer (DWZ:2123) und Andrei Ioan Trifan (DWZ.2069) waren die Sasbacher gegen uns favorisiert. Schnell lagen wir mit 0-2 hinten und somit mussten Simeon und Noah ihr Bestes geben, um gegen die nominell stärkeren Gegner zu gewinnen. Unsere Jungs spielten wirklich klasse Schach und schafften es tatsächlich beide Partien für sich zu entscheiden, sodass es am Ende 2-2 hieß.

Die erste kleine Überraschung war also geschafft, aber ab jetzt hieß es auch auf die Brettpunkte zu achten.
Doch dafür musste erstmal ein Sieg in Runde 4 her.

Am Morgen des Sonntags traten wir gegen die SK Bebenhausen an und mussten natürlich die „Pflichtaufgabe“ meistern. Doch wie so oft wird eine Partie am Brett und nicht auf dem DWZ-Zettel entschieden. Anfangs sah es sehr gut aus. Antonio konnte uns 1-0 in Front bringen. René verlor kurze Zeit später, doch Simeon und Noah hatten klare Gewinnstellungen auf dem Brett. Ein Sieg zeichnete sich also ab. Doch ein grober Dameneinsteller Simeons bedeutete für ihn die Niederlage und Noah musste nun also seine Partie heimschaukeln, um mindestens das 2-2 zu retten. Eine große Stärke Noahs ist es ja, keine Nerven zu zeigen, und er sicherte das 2-2.

Die Ausgangslage war nun klar: in der letzten Runde musste gegen das Top-gesetzte Team aus Hohentübingen mind. ein 2-2 her und gleichzeitig musste Karlsruhe gegen Sasbach mit 4-0 gewinnen. René, der mittlerweile gesundheitlich sehr angeschlagen war, verlor ziemlich schnell seine Partie, während Simeon einen schönen Sieg erzielen konnte und damit ausglich. Noah und Antonio einigten sich auf Remis, da es beim Fernduell mit Karlsruhe nach dem tatsächlich notwendigen 0-4 aussah. Die Partie gegen die Favoriten aus Hohentübingen endete also mit 2-2 und als nach über 3 Stunden der 4-0 Sieg Karlsruhes gegen Sasbach feststand, war auch klar, dass wir auf dem geteilten dritten Rang, Mannschafts-und Brettpunkt gleich mit Sasbach standen. Die Plätze 1 und 2 gingen verdientermaßen nach Karlsruhe und Hohentübingen. Doch leider qualifizieren sich nur 3 Teams für die DVM und somit musste ein Stichkampf über das Weiterkommen entscheiden.

Für den nun wirklich mehr als angeschlagenen René rückte Robin Gerold ins Team und wir mussten ein zweites Mal gegen Sasbach an die Bretter. Dieses Mal im Schnellschachmodus. Und auch dieses Mal galt Sasbach als Favorit.

Robin gab an Brett 4 alles und wehrte sich tapfer, doch war er am Ende chancenlos gegen seinen deutlich älteren (und auch stärkeren) Gegner. An Brett 2 hatte sich Noah eine Figur geangelt und glich virtuell schon mal aus. Im Übrigen wäre bei einem 2-2 die Berliner Wertung zur Zuge gekommen, bei dem ein Sieg an den unterschiedlichen Brettern unterschiedlich stark gewichtet wird (4Punkte für Brett1, 3Punkte für Brett2, etc.). Auch Simeon konnte an Brett 1 mittlerweile eine starke Stellung erreichen und Antonio an Brett 3 sah auch sehr zuversichtlich aus, dass er wenigstens Remis halten könnte. Am Ende ging es dann doch recht schnell. Simeon gewann seine Partie und nachdem Noah auch seine Gegnerin bezwungen hatte, war es theoretisch (dank Berliner Wertung) egal wie die Partie an Brett 3 ausgehen würde. Doch Antonio machte den Erfolg komplett und gewann seine Partie zum 3-1.
Große Freude bei Team Biberach, welches sich nach einigen Qualifikationen in der U10 und U12 in den vergangenen Jahren, nun zum ersten Mal für eine U14 DVM qualifizieren konnte.

 

Rangliste: Stand nach der 5. Runde

Rang

MNr

Mannschaft

TWZ

1

2

3

4

5

6

Man.Pkt.

Brt.P

   

1.

2.

Karlsruher SF

1625

**

2

4

4

4

4

9 - 1

18.0

   

2.

1.

SG KK Hohentübingen

1356

2

**

3

2

4

3

8 - 2

14.0

   

3.

4.

SF Sasbach

1551

0

1

**

2

3

4

5 - 5

10.0

   

3.

5.

SF HN-Biberach

1381

0

2

2

**

2

4

5 - 5

10.0

   

5.

6.

SK Bebenhausen

1261

0

0

1

2

**

3

3 - 7

6.0

   

6.

3.

BG Buchen

1238

0

1

0

0

1

**

0 - 10

2.0

   

Fazit:
Garant für das tolle Abschneiden waren unsere bärenstarken vorderen Bretter. Ohne Dameneinstseller in Runde 4 wäre Simeon sogar Topscorer an Brett 1 gewesen. Auch Noah spielte auf höchsten Niveau und war bester Punktelieferant für Biberach. Unglaublich wie ruhig und kaum nervös er in höchst spannenden Situationen bleibt.

Leider war René gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht sein volles Potenzial abrufen. Und wenn Antonio noch ein wenig Eröffnungstraining zu Hause macht, sehe ich eine tolle Zukunft für unsere 4 Jungs. Nicht vergessen werden sollte Robin, der ohne zu zögern für René im Stichkampf einsprang. Und wenn auch er sich ein wenig um sein Eröffnungswissen kümmert, dann freue ich mich jetzt schon riesig auf die DVM im Winter 

Ein großes Kompliment möchte ich an dieser Stelle den beiden Schiedsrichtern Andreas Vinke und Bernhard Ast aussprechen, die souverän die Meisterschaft leiteten, und auch in 1-2 brenzligen Situationen (v.a. in der U12) die Ruhe bewahrten und sie zur Zufriedenheit aller, lösen konnten.

Der Ausrichter Karlsruhe sorgte für eine reibungslose Durchführung der Meisterschaft. Bemerkenswert dabei ist, dass diese Endrunde dabei zum ersten Mal (zumindest seit ich dabei bin ) pünktlich starten konnte. Eine leider nicht selbstverständliche Tatsache beim Schach.

Impressionen von der Meisterschaft:

2016 BW-Mannschaftsfinale

 
Bericht U12:

Als die Aufstellungen der Teams bekannt waren, war aber schnell klar, dass es in diesem Jahr nichts zu holen geben wird.

In der Startrangliste waren wir an 5 gesetzt und das auch nur, weil wir Noah Geltz, der in der U14 spielte, aufgestellt hatten, um ggf. flexibel taktisch auf den Turnierverlauf reagieren zu können. Tatsächlich lagen wir auf Startrang 6.

Unsere Gegner lauteten: 
SK Bebenhausen (durchschn.DWZ: 1188) 
KK Hohentübingen (durchschn.DWZ: 1417) 
Karslruher SF (durchschn.DWZ: 1221) 
Freiburg Zähringen (durchschn.DWZ: 1205) 
Mannheim Lindenhof (durchschn.DWZ: 1384)

Wir selbst spielten in der Aufstellung: 
Brett 1: Robin Gerold 
Brett 2: Jonas Martsfeld 
Brett 3: Sriram Iyengar 
Brett 4: Rodrigo Melzig

Und hatten somit eine durchschnittliche DWZ von 1041 an den Brettern. Positiv (oder negativ, wie man will) zu erwähnen ist, dass wir eigentlich nur mit zwei echten U12ern antraten. Sriram könnte noch für die U10 spielen, Rodrigo gar für die U8.

Die Vorgabe war also, nach Möglichkeit nicht letzter zu werden, und möglichst viele gute Partien zu spielen.

Top-motiviert gingen unsere Jungs also am Freitagabend an die Bretter und wollten zeigen, dass sich das wochenlange Training bezahlt gemacht hatte. Und tatsächlich gelang ein eindrucksvolles 2-2 gegen die favorisierte SK Bebenhausen. Mit etwas mehr Fortune wäre sogar ein Sieg drin gewesen, den Jonas, als letzter noch spielend, übersah.

Am Morgen des Samstags traten wir gegen die Mannschaft aus Freiburg-Zähringen an, und wollten an die Leistung des Vorabends anknüpfen, was gelang. Beim Stande von 1,5-1,5 bekam Robin in gewonnener Stellung ein Remis-Angebot, welches er ablehnen musste. Leider gelang es ihm nicht den Gewinnweg zu finden und zum ärgerlichen Schluss, verlor er den Faden und sogar die Partie. Schade.

In den nächsten beiden Runden gab es nichts zu holen. Gegen die Top-Teams aus Tübingen und Mannheim setzte es eine 1-3 und 0-4 Niederlage.

Nun wollte man in der letzten Runde am Sonntag mind. ein 2-2 gegen Karlsruhe holen und die rote Laterne beim Gastgeber lassen. Doch auch das gelang leider nicht. Wir verloren knapp mit 1,5-2,5 und landeten auf dem 6.Platz. Irgendwie schien die Luft nach den beiden knappen Spielen zu Beginn des Turnieres raus gewesen zu sein.

Einzelergebnisse

Tabelle

Fazit:
Unsere U12 legte einen richtig guten Start hin. Gegen beide Gegner der ersten beiden Runden wurde quasi ein Sieg in letzter Sekunde verschenkt. Die Niederlagen in den Runden 3 und 4 waren nicht überraschend. Aber dann schien doch im letzten Spiel die Luft raus zu sein. Schwer zu sagen, was bei 2 Siegen in den Auftaktpartien, die möglich waren, passiert wäre. Alles in allem aber ein enttäuschender 6.Rang. Dass die Jungs es besser können haben sie oft genug gezeigt. Manchmal muss man aber einfach sagen: die anderen waren dieses Mal einfach besser.

Zu den einzelnen Spielern:
Robin: Er war mit Abstand der nominell schwächste Spieler an Brett 1. Wie stark die anderen waren, zeigt sich insbesondere darin, dass er trotz nur eines halben Punktes Ausbeute lediglich 2 DZW Punkte einbüßte. Seine Ausbeute stand aber nicht im Verhältnis zu seinem Spiel. Immer konzentriert, nahezu immer die ganzen 2h ausschöpfend, wehrte er sich mit allen Mitteln gegen die drohenden Niederlagen. In Runde 2 wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Das „sichere“ Remis musste er im Sinne der Mannschaft ablehnen.

Jonas: für mich hat Jonas den größten Sprung gemacht. Auch er musste gegen ausnahmslos stärkere Spieler antreten und schlug sich wacker. Mehr als erfreulich war, dass es Jonas nun zum ersten Mal geschafft hat, mehrere Partien über die fast volle Distanz von 3h zu gehen. In der Vergangenheit konnte er diese Konstanz nicht zeigen. Er steht in nächster Zeit vor einem größeren Leistungssprung.

Sriram: mit nur einem halben Punkt in der letzten Runde kann keiner (insbesondere er selbst nicht) zufrieden sein. Ein bisschen mehr Trainingsfleiß (wo andere, z.B. Jonas sehr fleißig waren) würde Sriram gut tun. Dass er es besser kann, ist gar keine Frage. Aber man sollte auch einem Zehnjährigen mal ein schlechtes Turnier durchgehen lassen.

Rodrigo: unser Küken. Mit 8Jahren gehört er zu den Besten, was Württemberg in diesem Alter zu bieten hat. Doch ist ein BW-Endrunde in der U12 nochmal ein bisschen was anderes. Mit 3,5 war er bester Punktelieferant und kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Manchmal noch etwas zu schnell spielend, nimmt er sich selbst die Möglichkeiten, noch besser abzuschneiden, aber das sollte mit zunehmendem Alter besser werden.

Ein großes Kompliment möchte ich an dieser Stelle den beiden Schiedsrichtern Andreas Vinke und Bernhard Ast aussprechen, die souverän die Meisterschaft leiteten, und auch in 1-2 brenzligen Situationen (v.a. in der U12) die Ruhe bewahrten und sie zur Zufriedenheit aller, lösen konnten.

Der Ausrichter Karlsruhe sorgte für eine reibungslose Durchführung der Meisterschaft. Bemerkenswert dabei ist, dass diese Endrunde dabei zum ersten Mal (zumindest seit ich dabei bin ) pünktlich starten konnte. Eine leider nicht selbstverständliche Tatsache beim Schach.

Siegerehrung U12

(dt)

 
 

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