Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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Aufstiegsspiel Verbandsjugendliga

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hatten wir die Möglichkeit, mit unserer 2.Jugendmannschaft um den Aufstieg in die Verbandsjugendliga (VJL) zu spielen. Aus den 6 Bezirken unseres Verbandes werden 3 Aufsteiger für die VJL ermittelt. Dabei muss der Vetreter unseres Bezirkes gegen den Verteter aus dem Bezirk Ostalb antreten. Die SK Heidenheim sollte dabei also unser Gegner sein. Dieselbe Mannschaft, die auch im letzten Jahr gegen unseren Bezirksvertreter (damals die SF Schwaigern) zum Aufstiegsspiel antrat. Damals behielt unser Bezirk (sprich: SF Schwaigern) die Oberhand und auch in diesem Jahr wollten wir alles daran setzen, dass so kommt. Und da Heidenheim in 2015 die lange Fahrt (>160km) antreten musste, war dieses Jahr unser Bezirk (sprich: wir) dran.

Leider fing alles nicht besonders gut an, denn die Absage vom fest eingeplanten René sorgte dafür, dass wir nur zu fünft antraten. Doch unsere Jungs waren hochmotiviert und wollten alles daran setzen, dass auch unsere 2. Garnitur in der kommenden Saison auf der höchsten Württembergischer Ebene Schach spielen kann.

Mit knapp 20-minütiger Verspätung begann der Mannschaftskampf. Heidenheim hatte in ihrer Bezirksjugendliga mit dem Fischer Modus gespielt, während in der VJL mit klassischer Bedenkzeit gespielt wird. Leider war telefonisch weder der VJ-Spielleiter, noch der Staffelleiter zu erreichen, um die Bedenkzeit zu klären. Wir einigten uns dann auf die klassische Bedenkzeit und somit konnten die Partien endlich beginnen.

Unsere Aufstellung lautete wie folgt: Brett 1: Jan Pajak Brett 2: Noah Geltz Brett 3: René Späth (kl) Brett 4: Leon Melzig Brett 5: Antonio Melzig Brett 6: Robin Gerold

Nach ca einer Stunde befanden sich auf den Brettern nahezu ausnahmslos ausgeglichene Stellungen. Lediglich Leon hatte einen Bauern eingebüßt. Nach weiteren ca 30 Minuten konnte Noah die Qualität gewinnen, doch zog es sein Gegner vor, eine ganze Figur zu geben. Leons Stellung war in der Zwischenzeit nicht sonderlich gut, doch bis auf Turm und eine Leichtfigur waren alle anderen Figuren getauscht, sodass es vielleicht für ein Remis reichen könnte. Aber nachdem die Türme getauscht waren und es auf beiden Flügeln Bauern gab, war Leons Springer nicht ganz so stark wie der Läufer seines Gegners.

Antonio und auch sein Gegner zogen es beide vor sehr lange nicht zu rochieren (warum auch?), sodass nach nach 2h beide Könige noch auf ihrem Ursprungsfeld standen. Mal schauen, wer das als ersten bereuen sollte :-).

Leon Stellung war nach knapp 2h Spielzeit eigentlich verloren. Ich denke, dass in der Verteidigung des Endspiels mehr drin gewesen sein müsste, aber zu schnelles Ziehen in der entscheidenden Phase war dann der Grund für die anbahnende Niederlage. Doch auch sein Gegner zog im Gefühl des sicheren Sieges zu schnell und vergab die Riesenmöglichkeit zum 2-0. Statt dessen stand es also nun 0,5-1,5, da Leon schlussendlich remisieren konnte.

Jans Stellung an Brett eins zeigte leichte Vorteile, Noahs Stellung sollte gewonnen sein. Antonio und Robin standen ausgeglichen. Hier war die Hoffnung groß, dass aufgrund der (auf dem Papier) höheren Spielstärke und größeren Erfahrung noch 2 wichtige Siege eingefahren werden sollten. Mittlerweile konnte Antonio seinen Springer sehr schön zentral postieren, was ihm nun leichte Vorteile bringen sollte.

An Brett 2 hielt es Noah sehr spannend, denn er hatte zwar eine Figur mehr, doch sein Gegner hatte zwei verbunden (entfernte) Freibauern auf der h-und g-Linie. Robin hatte seine ausgeglichene Stellung mittlerweile sehr passiv spielend in eine Verteidigungssstellung umgewandelt und wurde nahezu erdrückt. Antonio hatte einen Freibauern auf der e-Linie, der aber vom gegnerischen Turm gut dominiert wurde. Jans Stellung gefiel mir hier noch am besten.

Nach 3h Spielzeit hatte Robin (mit etwas Hilfe seines Gegners) nun eine sehr gute/gewonnen Stellung. Antonio dafür kämpfte im Turmendspiel um das Remis (Bauer gegen je einen Turm). Robin brachte uns nach 3,5h zum 1,5-1,5. Die anderen Partien liefen auf Messers Schneide. Konnte Antonio seine Stellung halten? So oder so, es musste aufgrund der Berliner Wertung ein Sieg an Brett 1 oder 2 her. Unabhängig wie Antonios Partie ausgehen würde.

Der Freibauern von Noahs Gegner hatte mittlerweile h7 erreicht und es wurde nun trotz Mehrfigur sehr knifflig, zumal auch die Zeit knapp wurde. Jan an Brett 1 hatte eine sehr angenehme Stellung, tat sich aber unheimlich schwer, weiteren Fortschritt zu erzielen. Nach 4 Stunden hatte sich Antonios Stellung ist ein verlorenes Endspiel verwandelt, doch Turmendspiele haben es halt in sich. Kurze Zeit später stellte Antonios Gegner an Brett 5 seinen Gewinn bringenden Bauern ein. Ein glückliches Remis sorgte für das 2-2. Jan gelang es leider nicht am Brett die Gewinn bringende Fortsetzung zu finden, sodass seine Partie nach 4,5h Remis endete. Noah hatte nun die undankbare Aufgabe auf Sieg spielen zu müssen. Ein unmögliches Unterfangen, wie sich zeigen sollte. Er musste die Figur zurückgeben und fand sich in einem verlorenen Turmendspiel mit 2 Minusbauern wieder. Trotz heftigster Gegenwehr gelang es nicht mehr die Partie zu halten, sodass wir mit 2,5-3,5 verloren. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Spieler aus Heidenheim, die an diesem Tag einfach besser drauf waren als unsere Jungs. Wir werden uns aber in der kommenden Saison (dann mit unserer ersten Mansnchaft) wiedersehen.

Aufstiegsspiel

Fazit:
ein langer Tag 3h Fahrt und 5h Spiel ging zu Ende, ohne dass am Ende etwas Zählbares herauskam. Woran lag es? Trotz der am Ende glücklichen Remisen der Melzig Brüder, muss man sagen, dass einfach zu viele gute Möglichkeiten während der Partien liegen gelassen wurden. Antonio, Noah und Jan hatte allesamt Gewinnstellungen auf dem Brett. Aus diesen potenziellen 3 Punkten wurde am Ende nur ein Punkt eingetütet. Zu wenig, wenn man aufsteigen möchte. Die Jungs müssen sich nun auf ein weiteres Jahr BJL einrichten, bei der es sicher nicht einfacher werden wird, den Qualiplatz für das Aufstiegsspiel zu erreichen. Heilbronn und Schwaigern werden sicher alles versuchen, dies zu verhindern.

(dt)

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