Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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DVMM in Magdeburg

Bericht von Dimitrios Triantafillidis, Jens Hoffmann und Alexander Arns

Alljährlich finden zwischen Weihnachten und Neujahr die Deutschen Vereins-Mannschaftsmeisterschaften der Jugend statt. Dass unser kleiner Verein in diesem Jahr schon zum 5.daran teilnehmen kann ist schon ein klasse Leistung für sich. Dass wir in diesem Jahr sogar gleich 2 Teams zur DVM schicken ist fast schon sensationell. Dabei sind wir in Württemberg tatsächlich der einzige Verein, der in diesem Jahr dazu in der Lage ist.

DVM Magdeburg 2015 Ankunft

Die DVM findet dezentral statt. D.h., dass mehrere Meisterschaften (abhängig von der Altersklasse), in ganz Deutschland verteilt, ausgetragen werden. Zentral wäre ein solches Event wohl nicht auszutragen, müssten doch über 1000 Teilnehmer (plus Betreuer) untergebracht und versorgt werden.

Sehr großes Glück hatten wir also, dass sowohl die U10, als auch die U12-DVM in Magdeburg ausgetragen wurden, denn genau für diese Altersklassen schickten wir unsere beiden Teams ins Rennen. Somit war der Vorbereitungsaufwand deutlich niedriger als wenn die zwei Teams in unterschiedlichen Städten hätten spielen müssen. Trotzdem ist es natürlich nicht ganz so einfach mit einer großen 15-köpfigen (3 fuhren direkt aus dem Urlaub nach Magdeburg) Gruppe eine solche Reise anzutreten. Mit dreimal umsteigen, eine Beinaheverlust eines Mitglieds, entsprechend auch einem Beinaheverpassen eines Zuges, viel Adrenalin, aber am Ende doch sehr gut gelaunt, kamen wir nach 5h in Magdburg gegen 13Uhr an. Da die Zimmer erst um 16 bezogen werden durften, musste noch ein wenig Zeit „totgeschlagen“ werden. Da in Magdeburg der Weihnachtsmarkt noch geöffnet hat (und noch dazu ein wunderschöner) war das zum Glück überhaupt kein Problem. Bei Punsch, Bratwurst, Grillsteak, Schokofrüchten und Langos wurde sich auf die DVM eingestimmt und gegen 16Uhr ging es dann zurück ins Maritim-Hotel zum Einchecken.

Nach einem gemütlichen Abendessen, ging es dann für einige noch in den Hotelpool, mancher schaute Fern oder vergnügte sich mit seinem Gameboy, während die Betreuer (Jens Hoffmann, Alexander Arns, Dimi Triantafillidis) zur Mannschaftsführerbesprechung mussten und alles Wissenswerte rund um die DVM erfuhren. Für Alexander und Jens ist es dabei die erste DVM, bei der sie als Betreuer und Trainer dabei sind. Sie werden sich um die U12 kümmern und unsere Jungs auf ihre Gegner vorbereiten. Sollte noch Zeit sein, werden sie sich die Partien unserer U10er anschauen und analysieren. Gegen 22Uhr waren letztendlich alle in ihren Zimmer und jeder freute sich auf den Start der DVM am nächsten Tag.

Vor dem Start wurden die neuen DVM-T-Shirts verteilt. Diese fanden nicht nur bei unseren Kindern großen Zuspruch, sondern sind auch generell sehr gut in Magdeburg angekommen. Nicht selten wurden wir mit „tolles Shirts“ oder  „super Motiv“ angesprochen. Einige Teilnehmer ließen sich sogar mit unseren Spielern ablichten oder fragten, ob sie das Shirt fotografieren durften.
Eigentlich wollten wir ja schachlich für Aufsehen sorgen aber das ließ sich ja noch einrichten. :-)

Bericht U12:
Von 20 teilnehmenden Mansnchaften belegten wir mit Rang 18 den drittletzten Rang. Lediglich 2 Teams waren hinter uns erwartet. Dementsprechend war auch klar, dass es in den ersten beiden Runden wohl nichts zu holen geben würde. Trotzdem war natürlich klar, dass unsere Jungs sich nicht kampflos ergeben wollten.

Nach einem tollen Frühstück im 4Sterne Maritim-Hotel gingen unsere Jungs pünktlich um 9Uhr an die Bretter. Die Brettreihenfolge wurde zusammen mit den Spielern und dem Trainerteam wie folgt festgelegt:
Brett 1: Simeon Triantafillidis
Brett 2: Robin Gerold
Brett 3: Antonio Melzig
Brett 4: Elia Dittmar.

Diese Brettreihenfolge musste nun über das gesamte Turnier beibehalten werden, da wir Jonas Martsfeld leider nicht als Ersatzspieler einsetzen durften, da dieser ja in der U10 spielte.


Bericht Runde 1:
Zu Beginn des Turniers ging es für uns gegen die an 8 gesetzte Mannschaft aus Biebertal. Jetzt hieß es also Biber gegen Bieber. Bis nach ca 1 Stunde hielten sich unsere U12-er in relativ ausgeglichenen Stellungen. Danach machte sich jedoch bereits der große DWZ-Unterschied bemerkbar: Zuerst verlor Antonio unglücklich eine Figur und Simeon geriet gegen den amtierenden deutschen U10-Meister immer mehr unter Druck, was zwei Bauernverluste nach sich zog. Während Elia nach einer holprigen Eröffnung trotzdem noch gut ins Endspiel abwickeln konnte, befand sich Robin in der noch ausgeglichensten Stellung unserer Biberacher. Elia wählte jedoch den falschen Bauern, um die Stellung aufzubrechen und verlor daher leider als erster seine Partie. Trotz harten Kampfes war klar, dass der Materialrückstand an Brett 3 und bald darauf auch an Brett 1 eine Niederlage nach sich ziehen würde. Zuletzt musste sich auch Robin wegen einer taktischen Unachtsamkeit in einer eigentlich gut von ihm verteidigten Stellung geschlagen geben.

Nach dieser Niederlage ging es zum Mittagessen, welches in der direkt neben dem Hotel gelegenen Jugendherberge eingenommen wurde, um sich für die 2.Partie des Tages zu stärken.
Mit der Mannschaft aus Paderborn erwischten wir für Runde 2 erneut ein extrem starkes Team, welches im Durchschnitt über 150DWZ- Punkte stärker war als unser Team.Ziel war, möglichst den ersten Brettpunkt zu erzielen und vielleicht mit einer knappen Niederlage etwas für die Moral zu tun.

Bericht Runde 2:
In Runde 2 mussten unsere Jungs gegen die Mannschaft aus Paderborn antreten. Nominell waren wir, wie schon in der ersten Runde, die schwächere Mannschaft. Nichtsdestotrotz gingen unsere Biberacher motiviert in ihre Partien und spielten munter auf. Elia hielt lange gut mit, war jedoch etwas zu mutig und versuchte sich an einem Opfer, welches sich aber als falsch herausstellte. Robin beging  leider  einen ärgerlichen Fehler in der Eröffnung und geriet dadurch sehr früh mit zwei Bauern in Rückstand. So musste er sich leider bald geschlagen gegeben. Nachdem  Elia seine Partie kurze Zeit später ebenfalls verlor hieß es bereits 2:0. Die Chancen auf ein Unentschieden standen nun auch nicht mehr gut, da Antonio nach lange ausgeglichener Stellung eine Taktik im Endspiel übersah. So konnte er nämlich mit zwei Bauern Rückstand im Turmendspiel nicht mehr viel ausrichten und verlor seine Stellung nach hartem Kampf als letzter. Zuvor musste sich aber auch noch Simeon mit einer Niederlage abfinden. Seine Stellung war lange sehr kompliziert und da der DWZ-technisch stärkere Gegner die besseren Züge fand und den Druck weiter ausbaute, verlor unser Brett 1 eine Leichtfigur, was die Niederlage herbeiführte. So hatten wir bereits die zweite Partie ohne eigenen Brettpunkt verloren und konnten nur auf besseres Glück am nächsten Tag hoffen.

Nach dem Abendessen stand fest, dass wir gegen den Lokalmatador die Schachzwerge aus Magdeburg antreten mussten. Hier waren wir  deutlich favorisiert, da Magdeburg auf Rang 20 der Setzliste stand. Es ging also darum, dafür zu sorgen, dass wir nicht ganz im Keller landen würden, und uns von den beiden bitteren Niederlagen des Vortages revanchieren konnten. Gestärkt nach einem gehaltvollen Frühstück gingen unsere Jungs and die Bretter: 

Runde 3
Am Morgen des zweiten Tages stand es für Biberach im Vordergrund, den Sieg und damit 2 Mannschaftspunkte mitzunehmen. Das war - vor allem in Anbetracht der Setzliste - gegen unser Gegnerteam aus Magdeburg (an 20 von 20 gelistet) ein realistisches Ziel. Elias Gegnerin machte schon früh einen Fehler bei einem Figurenabtausch und verlor dabei eine Figur. Unser Brett 4 konnte weitere gegnerische Fehler zwar nicht immer effektiv ausnutzen, den ersten Brettpunkt der U12 aber trotzdem sicher einheimsen. Antonio setzte seinen Gegner konsequent unter Druck und konnte sich deshalb nach einem Endspiel mit einer großen Bauernmajorität als Sieger beweisen. Robin spielte zu schnell und übersah daher eine Abwicklung, die einen Figurenverlust nach sich zog. Jedoch nutzte der Gegner diesen Vorteil nicht, sondern landete in einem remisigen Endspiel (Springer-Turm gegen Turm). Damit war unser Sieg bereits gesichert. Simeon kam wie so oft gut aus der Eröffnung, verlor danach aber unglücklicherweise zwei Bauern. Obwohl er sich in einem Turmendspiel mit einem Minusbauern wiederfand, bot sein Gegner ihm überraschenderweise ein Remis an, was er natürlich dankend annahm. Letztendlich ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein konnte. Der erste Mannschaftssieg war gesichtert und dementsprechend erleichtert ging es ans Mittagessen.  Danach bereiteten unsere beiden Trainer ihre Schützlinge auf die Nachmittagspartie vor.

Bericht Runde 4
Abends trafen wir auf das bayrische Team aus Ergolding. Ein vermeintlich nicht zu schlagender Gegner, hatten die Bayern im Durchschitt 200DWZ-Punkte mehr. Trotzdem wollte man alles geben, denn der Sieg vom Vormittag brachte viel Elan mit. Außerdem war man gut von den Trainern vorbereitet worden.
Elia spielte seine Eröffnung sehr schnell. Er traf zwar keine falschen Entscheidungen, allerdings übersah er einen eigentlich nicht erzwungenen Qualitätsverlust. Leider spielte er weiterhin etwas überhastet und ging daher mit diesem Materialnachteil ins Mittelspiel. Während Robin sich einen Mehrbauern erarbeitete, war die Stellung bei Antonio und Simeon durchweg ausgeglichen. Die Situation an Brett 3 veränderte sich nicht, ein frühes Remis im Endspiel war die Folge. Simeon schaffte es jedoch nicht, die Partie weiterhin ausgeglichen zu gestalten und verlor aufgrund einer Fesselung einen Bauern.

Diesen Materialverlust konnte Simeon gegen seinen DWZ-stärkeren Gegenspieler leider nicht kompensieren, sodass wir schon kurze Zeit später mit 0,5:1,5 zurücklagen. Jetzt mussten wir auf unser zweites und viertes Brett zählen. Hier ging es drunter und drüber und die vierte Runde fing an sich zu einem Krimi zu entwickeln. Elia konnte durch einen taktischen Schlag die Qualität zurückgewinnen und sich durch die anschließende Abwicklung ebenfalls einen weiteren Bauern einverleiben. Gleichzeitig erarbeitete er sich eine bessere Stellung und die Chancen standen gut bei ihm. Elia konnte in der Zwischenzeit seinen Mehrbauern zur Dame umwandeln, sodass er das Endspiel schließlich sicher gewinnen konnte. Währenddessen verpasste es Robin in seiner Partie, einen weiteren Bauern zu gewinnen und ermöglichte seiner Gegnerin, einen Freibauern zu bilden. Diesen konnte Robin aber blockieren und damit ein Remisangebot von gegnerischer Seite herbeiführen. 

Auf Alexanders Aufforderung nahm Robin an und brachte damit das 2:2 in trockene Tücher. Ein Riesentriumph dieses 2-2. Nach dem verschlafenen Start der ersten beiden Runden, schien sich dieses Turnier doch noch zu einem guten zu wenden. Die weiteren 3 Runden, würden es zeigen.

Die Auslosung bescherte uns die Thüringer Mannschaft aus Apolda als Gegner. Apoldas Team war an allen Brettern sehr ausgeglichen und stellte von Brett 1 bis Brett 4 sogenannte 13hunderter auf. Damit war das Team aus Thüringen natürlich favorisiert, da im Mittel 100DWZ mehr auf den Brettern waren. Die 3 Punkte des Tages sorgten für einen solchen Motivationsschub bei den Biberachern, dass bis spät in den Abend vorbereitet wurde. Anschließend wurde im Hotelpool der Ruhepuls erreicht, ehe es dann ins Bett ging.

Bericht Runde 5
Am Morgen des Tages Nr. 4 trafen wir auf die TSG Apolda, die an allen Brettern Spieler mit einer ähnlich hohen Spielstärke aufwies. Antonio hatte bereits früh einen Vorteil und fing kurz darauf die Dame seines Gegners. Da die anderen Biber kompliziertere Stellungen auf den Brettern hatten, kam es uns sehr gelegen, dass unser Brett 3 damit die 1:0-Führung sicherte. Simeon musste ein gegnerisches Opfer annehmen, welches vom gegnerischen Brett 1 nicht perfekt zu Ende berechnet wurde. So rettete er sich gekonnt in ein ausgeglichenes Mittelspiel, in dem er zwei Springer mehr hatte. Sein Gegenüber besaß dafür einen Turm und einen Mehrbauern.

Elias Türme wurden systematisch überlastet – den einzigen Ausweg übersah er leider und geriet dadurch in eine unangenehme Drucksituation. Robin stand sehr passiv, aber trotzdem noch lange nicht hoffnungslos. Er schaffte es, eine Linie komplett für seinen Turm zu öffnen, um so wieder zurück in die Partie zu finden. Währenddessen stellte Elia auch noch einen Turm beim letzen Angriffsversuch ein und gab deshalb auf. Simeon drang mit seinen Springern in das gegnerische Lager ein und nutzte einen Patzer seines Gegners, um diesen Matt zu setzen. Jedoch wäre es so oder so bald für den besten Spieler Apoldas zu Ende gewesen. Die Mannschaftsführer zogen ein Remisangebot von Robins Seite (Stand: 2:1 für uns) in Erwägung, das war aber aufgrund seiner mittlerweile entspannten Stellung nicht mehr nötig. So entschied er diese Runde für uns, Endstand: 3:1.

Nach diesem Überraschungserfolgt (wir vergessen nicht: nur zwei Teams standen in der Startrangliste hinter uns), schmeckte das Mittagessen doppelt gut. Die Vorbereitung auf die Nachmittagspartien waren voller Euphorie und man rechnete sich gegen das starke Team vom Rheydter SV aus NRW durchaus Chancen aus.

Bericht Runde 6:
In der vorletzten Runde traten wir gegen den Rheydter Schachverein an. Ein Blick auf die Setzliste stellte klar, dass das Match eine große Herausforderung darstellen würde.

Wir wollten es unseren Gegnern jedoch nicht einfach machen und waren deshalb vollkommen konzentriert. So konnten wir sogar den ersten Punkt machen, da Robin einen Fehler des Gegners effektiv ausnutzte. Robins Gegner schaffte es nicht, ohne Turmverlust auf ein Mattnetz zu reagieren und wurde anschließend Matt gesetzt. Elia kam gut aus der Eröffnung, schaffte es aber nicht, das Blatt nach ungenauem Spiel im richtigen Augenblick wieder zu wenden. Dadurch verpasste er die Möglichkeit eines für ihn besseren Turmendspieles, sondern geriet in eine unangenehme Stellung, die sein Gegner fehlerfrei weiterspielte und unser Brett 4 schlug.

Antonio kam schlecht aus der Eröffnung und konnte sich nicht aus dem gegnerischen Angriff befreien. Seine für das dritte Brett sehr starke Gegnerin wartete den richtigen Moment ab, um Material zu gewinnen und in eine für sie einfach spielbare Stellung abzuwickeln. Souverän erspielte sie das 2:1 gegen Biberach.

Simeon stand sehr lange ausgeglichen und musste aufgrund der anderen Ergebnisse 2mal ein Remisangebot ablehnen. Als der Gegner die Stellung auf dem Flügel, auf dem Simeon mit Bauern vormaschierte, schloss, fand Simeon sich in einer Verteidigungssituation wieder. Der Gegner erhöhte systematisch den Druck und nutzte eine Überlastung des g7-Bauern zu seinem Vorteil. Simeon verlor in hoher Zeitnot Material, seine Königssicherheit und damit auch die Partie, woraus eine 3:1-Niederlage resultierte. Diese Niederlage war sehr bitter, da durch etwas höherer Konzentration durchaus ein Unentschieden drin gewesen wäre.

Am letzten Abend gingen die Jungs nocheinmal in den Hotelpool. Da die meisten Teilnehmer des U10-Turnieres (war einen Tag früher fertig) schon abgereist waren, war dieser nicht so überfüllt wie die Tage davor und es konnte nocheinmal Kraft für die letzte Partie getankt werden. Wie so oft, hat man in der letzten Runde die Chance, nochmal einen Sprung in der Tabelle zu machen.
Die Vorbereitung lief gut und man war sicher, dass man gewinnen würde. Doch entschieden wird so etwas ja bekanntlich immer am Brett.

Bericht Runde 7:
In der letzten Runde hieß es nochmal kräftig Gas geben. Ein Sieg bedeutete beispielsweise, dass wir im besten Fall noch ungefähr 5 Plätze in der Endplatzierung gut machen konnten. Mit der nominell schwächeren Mannschaft aus Dresden war damit auch eine sehr gute Ausgangssituation für uns geschaffen.

Wir starteten auch direkt gut in das Match, da Antonio bereits früh seine Partie durch seine taktische Überlegenheit entscheiden konnte. Nachdem er gut aus der Eröffnung gekommen war machte sein Gegner einen entscheidenen Fehler, den Antonio mit einem Mattangriff und gleichzeitigem Turmangriff ausnutzte. An Brett 1 und 2 befanden sich die Spieler zu dieser Zeit in einer ausgeglichenen Stellung. An Brett 4 konnte Elia kurze Zeit später - ebenfalls wie Antonio - eine Figur nach ungenauem Spiel des Gegners gewinnen. Im Mittelspiel konnte er seinen Vorteil weiterhin behalten und baute den Druck weiter aus, sodass sein Gegner nach einem weiteren Fehler die Partie aufgab. Robins Partie veränderte sich von der Stellungsbewertung kaum und überraschenderweise erhielt Robin ein Remisangebot von seinem Gegner, welches Robin dankend annahm, da so der Mannschaftssieg gesichert war. Nun spielte nur noch Simeon, der gezwungen war ins Remis einzuwilligen, da der Gegner eine Remisschaukel kreieren konnte. So musste Simeon eine dreimalige Stellungswiederholung durchführen, um vermeintlich keine Figur zu verlieren. Später stellte sich jedoch heraus, dass er sich durch einen Gegenangriff aus der Remisschaukel hätte befreien können. Am Schluss stand trotzdem ein guter 3:1-Sieg für uns auf dem Zettel. Damit konnten wir das Turnier erfolgreich zu Ende bringen und landeten mit 3 Siegen einem Unentschieden und 3 Niederlagen, also der Hälfte der Punkte auf einem fantastischen 13ten Platz.

Fazit der einzelnen Spieler:

Simeon
Simeon, der mit die meiste Erfahrung auf solch großen Turnieren besitzt, konnte seine Spielstärke nicht komplett entfalten. Er hatte zwar oft DWZ-stärkere Gegner, setzte die Vorbereitung aber immer um und verschaffte sich so angenehme Stellungen. Seine etwas zu geringe Punkteausbeute lag eher an der Aufgabe, im Mittelspiel die richtigen Pläne zu finden und den Gegner so vor Probleme zu stellen. Alles in allem trotzdem eine keineswegs schlechte Leistung, auf der sich gut aufbauen lässt.

Robin
Robin erklärte sich kurzfristig bereit, an Brett 2 zu spielen, da Antonio lieber ein Brett nach hinten rutschen wollte.Er hielt mit stärkeren Gegnern gut mit und holte gegen sie mehr Punkte als erwartet. Seine DWZ-Unterlegenheit zeigte sich lediglich bei Ungenauigkeiten und überhastetem Spiel, was jedoch nicht der Regelfall war. Mit 50% Punkteausbeute an einem höheren Brett eine richtig starke Leistung.

Antonio
Antonio war (zusammen mit Robin) mit 3,5 Punkten unser Topscorer in der U12. Er startete mit zwei Niederlagen nicht so gut ins Turnier, jedoch tat sich die gesamte Mannschaft anfangs schwer, da in den ersten beiden Runden kein einziger Brettpunkt eingefahren werden konnte. Ab der dritten Runde spielte Antonio sehr gutes Schach: Er hatte eine gute Zeiteinteilung, denn er ließ sich immer genug Zeit für schwierige Stellungen, musste dennoch nicht mit Zeitnot kämpfen, da er sich bei einfacheren und eindeutigen Zügen nicht zu viel Zeit ließ. Zudem machte er kaum grobe Fehler, sondern nutze im Gegenteil gegnerische Fehler sofort aus.

Elia
Elia war unser Jüngster in der U12 (sogar noch U10 berechtigt) hatte jedoch bereits DVM-Erfahrung von der DVM 2013. So ging er auch mutig in die Partien und ließ sich von teilweise 300 DWZ stärkeren Gegnern nicht einschüchtern. Bis auf ein paar Ausnahmen spielte Elia gute Eröffnungen und kam gut ins Mittelspiel. Gegen die stärkeren Gegner war er jedoch leider noch taktisch und endspieltechnisch unterlegen. Gegen schwächere Gegner gewann er aber souverän. Sein Sieg gegen einen stärkeren Gegner in Runde 4 zeigt sein Potenzial, wenn er seine Bedenkzeit vollständig ausnutzt und bis zum Schluss die Konzentration beibehält.

Mannschaftsfazit:
Ein sehr homogenes Team, bei dem es schach-technisch gesehen sehr gut lief. Nach verschlafenem Start konnte sich die Mannschaft ab Runde 3 stabilisieren und spielte am Rande ihrer Möglichkeit. Ein hervorragender 13.Platz bei der DVM, und damit 5 Plätze über der Startrangliste war das verdiente Resultat.

Verdienter Deutscher Meister wurde das Team der SG Porz die alle ihre 7 Mannschaftskämpfe gewinnen konnte! Ein würdiger Titelträger!

Bericht U10:
Mit einer Rekordteilnehmerzahl von 60 Mannschaften, die die Kapazität des Hotels ans Limit brachte, ging die DVM U10 in Magdeburg nun schon in ihre 4.Auflage. Im Vordergrund steht hier ganz klar der „dabei sein“ -und weniger der Leistungsgedanke. Zu diesem Gedanken gehört, dass es keine „externen Mannschaftsführer“ gibt, die den Kindern taktische Vorgaben mit Remisangeboten etc., vorgeben könnten, sondern im Gegenteil: Sie dürfen sich nicht einmal im Mittelgang des Spielsaales aufhalten. Allein die Kinder entscheiden, ob sie ein Remisangebot annehmen, oder abgeben dürfen. Eine, wie ich finde, tolle Regel. Einziger Nachteil dadurch ist, dass man natürlich sehr viel weniger Einblick auf die laufenden Partien hat, vor allem wenn die Mansschaft in der mittleren Reihe spielt. Dann ist wirklich nur Abwarten auf das Ergebnis möglich. Aber da die Kinder im Vordergrund stehen, eine durchaus akzeptable Situation.

Ein detaillierter Spielbericht ist dadurch natürlich nicht möglich, doch lässt sich für unsere U10 zusammenfassen, dass sie fantastisches Schach gespielt haben. Lediglich in den beiden Schlussrunden ging ihr etwas die Puste aus, was ein viel besseres Endresultat verhinderte.

Einzelspielerstatistik (pdf)

DVM Magdeburg 2015 U10


 

Die freie Zeit zwischen den Runden wurde verschiedenartig genutzt: so wurde der Hoteleigene Pool einige Male genutzt, sowie wurde an einem Fußballturnier in einer nahegelegenen Halle mitgespielt. Die Kinder hatten über die ganzen Tage sehr viel Spaß und es kann nur erneut wiederholt werden, dass so ein Turnier einfach mal besucht werden muss.

Verdienter Deutscher Meister wurde das Team vom Ausrichter Schachzwerge Magdeburg, die lediglich einmal remisierten und die anderen 6 Partien souverän gewannen.

Fazit der einzelnen Spieler:

Jonas:
Jonas spielte seine erste DVM direkt am Spitzenbrett. Gegen die oft DWZ-stärkeren Gegner holte er nur 1,5 aus 7 Punkten. Seine Leistung war allerdings auf keinen Fall schlecht, trotzdem wäre gegen den einen oder anderen Gegner mehr drin gewesen. Auch hier ausschlaggebend (wie meistens in der U10) sind taktische Unachtsamkeiten im Zusammenhang mit zu schnellem Spiel. Es ist noch Luft nach oben - trotzdem eine passable Leistung, vor allem vor dem Hintergrund, dass an Brett 1 zu spielen, UND Manschaftsführer zu sein, doch ein schweres Los für einen U10er ist.

Rodrigo:
Rodrigo spielte auf seiner DVM-Premiere sehr ansehnliches Schach. Er machte sich in taktisch wichtigen Stellungen zwar viele Gedanken und sah so gut wie alle Taktikmotive um Material zu gewinnen, aber auch bei ihm ließe sich die Bedenkzeit noch ein bisschen besser ausnutzen.
Mit 4 aus 7 der Punkten liegt er leicht über den Erwartungen für seine Spielstärke. Hinzu kommt aber natürlich noch, dass er in unserer Mannschaft mit Abstand der jüngste Spieler war (geb.2008) - auch deshalb insgesamt eine sehr gute Leistung. 

Sriram:
Sriram erreichte mit 4 Siegen von insgesamt 7 Punkte mehr als 50% und damit ein gutes Ergebnis. Da es jedoch seine erste DVM war, hatte er noch nicht viel Erfahrung. Das wirkte sich leider auch teilweise auf sein Spiel aus: Zeitweise spielte er zu schnell und übersah so einfache taktische Motive bzw. verlor ärgerlich eine Figuren. So war auch die ein oder andere Niederlage unnötig und hätte durch längeres Überlegen durchaus anders ausgehen können. Entwickelt Sriram jedoch eine bessere Zeiteinteilung bzw. lässt sich mehr Zeit, was mit der Erfahrung kommen sollte, kann er sein ganzes Potenzial ausschöpfen.

Fabian:
Für Fabian war es ebenfalls die erste DVM. Mit all den neuen Eindrücken war es auch für ihn nicht immer leicht die Konzentration beizubehalten. Auch hier bestand das Problem darin, dass die Bedenkzeit nicht komplett genutzt wurde und er teilweise noch zu schnell spielte, was zu unnötigen Figurenverlusten führte. Dennoch zeigte Fabian phansenweise sein bestes Schach und konnte trotz seiner schlechteren DWZ-Wertung (737) im Gegensatz zu unsere Brettern 1-3 (ca. 950) ganze 4 Punkte machen. Auch hier besteht noch großes Potenzial.

Mannschaftsfazit:
Auch diese Mannschaft harmoniert sehr gut miteinander. Ähnlich wie unsere U12er verschliefen unsere Youngster 2 Runden. Doch während es bei den Großen die ersten beiden Runden waren, ließ die Konzentration bei den Kleinen erwartungsgemäß in den letzten beiden Runden nach, was ein deutlich besseres Resultat verhindert. Mit einem Sieg in der letzten Runde wäre sie über 10 Plätze weiter oben gelandet. Doch wie schon erwähnt, spielt in der U10 nicht der Leistungsgedanke die große Rolle.


Gesamtfazit:

Eine tolle DVM, hervorragend durch die Landesjugend Sachsen-Anhalt unterstützt, federführend vom überragenden Organisator Michael Zeuner, liegt nun hinter uns.

Mit 17 Personen aus Biberach hatten wir eine ordentliche Delegation nach Magedburg mitgebracht. Die mannschaftliche Geschlossenheit zeigte sich unter anderem dadurch, dass unsere U10er, die eigentlich 2 Tage weniger in Magdeburg hätten verbringen müssen, sich auch entschlossen, die gesamte DVM mit ihren U12-Kollegen zu verbringen. 5 wunderschöne, wenn auch anstrengende Tage liegen hinter uns, die wir sehr lange in guter Erinnerung behalten werden.

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Grundschule Biberach,
Bibersteige 9,
74078 Heilbronn-Biberach,
2. Stock, Vereinseingang (neben Hallenbad)

Training:
Jugend mittwochs 18-19:30 Uhr, freitags 18-20 Uhr,
Erwachsene freitags ab 20 Uhr

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Dimitrios Triantafillidis (Jugendleiter)

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