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BW-Finale U14

BW-Finale U14 2014 in Baden Baden (4.-6.Juli)

Bericht von Dimitrios Triantafillidis

Mit durchaus realistischen Chancen fuhren wir mit unserer U14 zum BW-Finale nach Baden-Baden. 6 Mannschaften kämpften dabei um die 3 Qualifikationsplätze für die Deutschen Meisterschaften, die im Dezember stattfinden. Dabei waren die Teams aus Baden-Baden und Bebenhausen klar favorisiert. Dahinter spielten mit Spaichingen, Walldorf, Karlsruhe und uns 4 nahezu gleichstarke Mannschaften um den vermeintlich letzten Qualifikationsplatz.

Katastrophal (wie leider oft) war die Organisation: Hätte die erste Runde um 18:30 Uhr beginnen sollen, waren um 18Uhr noch nicht einmal die Figuren aufgebaut. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle sei den Karlsruher Schachfreunden ausgesprochen, die das Spielmaterial stellten (und die erst am Vorabend darum gebeten worden waren, dies mitzubringen). Wer weiß, ob das Turnier sonst überhaupt hätte stattfinden können.

Die bereits im Vorfeld ausgelosten Paarungen wurden wieder revidiert, sodass die Vorbereitung zur ersten Runde völlig umsonst gewesen war. Ebenso herrschte große Verwirrung bzgl. der Bedenkzeit. Laut Ausschreibung sollten die Partien mit 2h Bedenkzeit und ohne Zeitkontrolle ausgetragen werden. Dies wurde allerdings geändert, so dass die Uhren auf 90min für die ersten 40 Züge und 30min für den Rest der Partie eingestellt wurden, nur um kurz danach erneut auf 2h zurückgestellt zu werden. Was für ein Chaos!

Mit einer ca. 40 minütigen Verspätung konnten dann endlich begonnen werden. Unser erster Gegner hieß Karlsruhe, die mit insgesamt 3 Mannschaften (U12, U14 und U16) qualifiziert waren. Immer wieder beeindruckend, wie die Karlsruher auch in der Breite so starke Teams stellen können. Aufgrund einer sehr kurzfristigen Absage eines Karlsruher Spielers wurde das 2.Brett freigelassen und wir führten somit schon 1-0. Beste Voraussetzungen also, mit einem guten Start das Turnier zu beginnen. Simeon (Brett 3) konnte schön einen Bauern gewinnen, und ihn bis ins Endspiel konsolidieren. Leider war es ein Endspiel mit ungleichfarbigen Bauern, sodass kein ganzer Punkt eingefahren werden konnte. Die Partie endete Remis.

An Brett 4 hatte Leon seinen Hausaufgaben leider nicht gemacht, und vermasselte die Eröffnung, sodass er realativ schnell eine Figur hinten war und die Partie leider verlor. Alexander an Brett 1 hatte durch gutes Spiel sich einen gesunden Bauern gesichert und musste somit auf Sieg spielen. Nach knapp 3 Stunden kam das erste Remisangebot, was er ablehnen musste (wir wollten ja schießlich auf die DVM).

Die Stellung gab das her: Turm-Dame-Endspiel mit Bauern mehr. Leider übersah Alexander nach knapp 3,5h ein schönes Damenschach, was einen Turm geopfert hätte, die Partie aber gewonnen hätte. Trotzdem war die Partie noch vorteilhaft für Alex, so dass er auch das 2.Remisangebot ablehnen musste. Doch Alex spielte leider zu passiv, sodass der Vorteil immer geringer wurde. Doch auch aus dem halben Punkt, und dem damit resulitierenden Mannschaftsunentschieden wurde leider nichts, da Alex nach fast 4h einen katastrophalen Damentausch anbot, der ins verlorene Bauernendspiel führte. Diese Chance ließ sich sein Gegner natürlich nicht nehmen und gewann die Partie. Äußerst unglücklich verloren wir also unser Auftaktmatch mit 1,5-2,5.

Am nächsten Morgen traten wir gegen die hochfavorisierten Spieler aus Baden-Baden an. Der durchschnittliche DWZ-Unterschied betrug knapp 300 Punkte. Doch alle Jungs spielten gutes Schach und machten es ihren Gegner sehr schwer. Lediglich Leon konnte gewinnen (dies aber sehenswert), die anderen mussten nach knapp 2,5h die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen und es hieß 1-3. Nach einem guten und stärkenden Mittagessen begann um 14Uhr die 3.Runde.

Unser Gegner hieß Walldorf und hier musste nun wirklich gewonnen werden, um sich die Minimalchance auf den 3. Platz zu erhalten. Doch so toll unsere Jungs noch gegen Baden Baden gespielt hatten, so schlecht lief es in der 3.Runde. Alexander übersah ein schönes Turmopfer, was die sofortige Niederlage besiegelte. Simeon lag eine Figur hinten, bei Leon sah es ausgeglichen aus, und Patrick hatte schnell 2 Bauern mehr.

Und wenn´s mal schlecht läuft, dann läufts halt richtig schlecht: Zwar konnte Simeon durch ein sehr glückliches Grundreihenmatt ausgleichen, doch Patrick verschenkte die beiden Bauern sehr leichtfertig. Leon geriet mehr und mehr unter Druck und somit war Patrick gezwungen, das Remisangebot seines Gegners abzulehnen. Leider war die Stellung aber nicht mehr zu gewinnen, sodass ins Remis eingewilligt wurde. Leon durfte nun nicht mehr verlieren, allerdings wurde der gegnerische Freibauer stark und stärker. Am Ende verlor Leon und auch diese Partie wurde unglücklich 1,5-2,5 verloren. Diese dritte Niederlage bedeutete automatisch das Aus für unsere Jungs. Eine Quali für die DVM war nun nicht mehr möglich. Der Frust wurde nun am Nachmittag bei mehreren Runden „die Welt“ ertränkt und es zeigte sich, dass Jugendleiter Dimi hier noch deutlich die Nase vor den Jungs hat :-).

Am dritten und letzten Tag standen die Runden 4 und 5 an. Jetzt hieß es, sich anständig aus diesem Turnier zu verabschieden. Dieses gelang leider nur zum Teil: In der Vormittagspartie traten wir gegen Bebenhausen an, die natürlich hoch favorisiert waren. Auch hier spielten unsere Jungs sehr stark und alle verlorene Partien (Brett 1-3) waren hart umkämpft. Lediglich Leon konnte sauber gewinnen und vermied eine Klatsche.

Im letzten Match des Turnieres ging es gegen Spaichingen, die ebenfalls noch ohne Punkt waren, um die „rote Laterne“. Ein Unentschieden hätte gereicht, um 5.zu werden. Doch auch das sollte uns nicht glücken. Äußerst unglücklich verlor Leon: Eine Drohung, die keine war, rechtfertigte Leons Läuferopfer keinesfalls, und somit lagen wir 0-1 in Rückstand. Das wäre mit nur etwas längerem Hinsehen leicht zu sehen gewesen. Aber wie gesagt: wenns mal nicht läuft... :-)

Simeon spielte Remis, und Alexander verlor trotz Qualitätsvorteil. Ein Königsangriff entpuppte sich als unparierbar und somit war der Mannschaftskampf verloren. Patricks Remis war Ergebniskosmetik.

Fazit: Alle unsere Spiele wurden verloren. Doch spielten unsere Jungs auch nicht annähernd an ihrer Leistungsgrenze. Mit ein bisschen mehr Glück und Können (was sie durchaus haben), wäre ein viel besseres Ergebnis möglich gewesen. Leider findet die DVM dieses Jahr ohne uns statt. Aber um ehrlich zu sein: dieses mal hätten wir es auch nicht verdient gehabt. Im nächsten Jahr greifen wir natürlich wieder an, und hoffen, dass sich unsere Jungs bis dahin weiterentwickelt haben, und vor allem konstanter werden.

 

  1.Runde
Karlsruhe
2.Runde
Baden Baden
3.Runde
Walldorf
4.Runde
Bebenhausen
5.Runde
Spaichingen
Einzelergebnis
Alexander Eurich 0 0 0 0 0 0
Patrick Fischer + 0 0,5 0 0,5 1
Simeon Triantafillidis 0,5 0 1 0 0,5 2
Leon Melzig 0 1 0 1 0 2
Brettpunkte 1,5 1 1,5 1 1  
Mannschaftspunkte 0 0 0 0 0  
             
Gesamtergebnis:
6.Platz
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