Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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WJEM 2012

"4 Biberacher Starter bei der diesjährigen Württembergischen-Jugend-Einzel-Meisterschaft (WJEM) in Lindau am Bodensee"

Bericht von Dimitrios Triantafillidis

Mit Simon Degenhard (U12), den Geschwistern Simeon (U10), Zoé und Katherina (beide U16w) Triantafillidis fuhren wir zur WJEM nach Lindau, die vom 10.-14. April 2012 in der dortigen Jugendherberge stattfand.

Alle 4 Teilnehmer gehörten zwar nicht zu den Topfavoriten, doch konnte man sie allesamt zum erweiterten Kreis der Favoriten zählen. Somit waren alle Spieler in der oberen Hälfte gesetzt, und trafen dadurch in der ersten Runde auf sogenannte "machbare" Gegner.

Tag 1
Dass das aber nicht immer so einfach ist, musste leider gerade der Spieler feststellen, der in den letzten Wochen eine überragende Form hatte. Simon musste schmerzhaft feststellen, dass es auf einer WJEM einfach keine schwachen Gegner mehr gibt, und alle Gegner stark sind. Trotz materiellen Nachteils hätte Simon am Ende aber sogar noch die Möglichkeit gehabt, ins Remis abzuwickeln, doch leider übersah er diese Abwicklung, sodass am Ende die Partie verloren wurde.

Simeon traf in der ersten Runde auf einen Gegner, der -wenn er etwas besser aufgepasst hätte- durchaus hätte gewinnen können. So stellte Simeon einen Läufer zweizügig ein, was aber zum Glück übersehen wurde. Am Ende gewann Simeon äußerst glücklich seine erste Partie.

Die beiden Schwestern Zoé und Katherina gewannen ihre Auftaktpartien souverän, sodass der Turnierstart auf Biberacher Sicht einigermaßen gut gelungen ist. Die Jungs müssen sich deutlich steigern, wenn sie oben mitspielen wollen, und bei den Mädchen darf man gespannt sein, was die 4 Tage bringen werden.

Tag 2
Am zweiten Tag spielte Simon deutlich besser, und zeigte, dass mit ihm trotz der Auftaktniederlage zu rechnen ist. Ein souveräner Sieg in Runde 2 war der Beweis.
Simeon spielte erneut nicht gut. Zwar konnte er schon einen Bauern vorweisen, übersah aber eine Springergabel und verlor die Qualität. Auch mehrere Chancen auf Zurückgewinn des Materials während dieser Partie übersah er, so dass am Ende eine verdiente Niederlage zu Buche stand. Da aber auch weitere Favoriten strauchelten ist noch alles möglich.

Katherina konnte sehr lange gegen die Turnierfavoritin Elisa Zeller mithalten, und musste sich erst nach knapp 4 h geschlagen geben. Zoé hingegen gewann schön gegen ihre Freundin Stella, und teilt sich die Führung mit zwei weiteren Spielerinnen.

Die 3. Runde am Nachmittag des zweiten Tages bescherte uns schon das Schwesternduell, welches zwangsläufig irgendwann ja kommen musste. Zoé und Kathe trennten sich friedlich nach 20 Zügen mit remis.

Simeon hatte sich viel für diese Runde vorgenommen, aber bereits nach dem 7. Zug war die Partie quasi schon vorbei, indem Simeon auf eine Eröffnungsfalle reinfiel. Zwar quälte er sich noch über eine Stunde, aber sein starker Gegner, und späterer Gesamtzweiter, ließ ihm keine Chance mehr. Diese WJEM wird er wohl sehr schnell vergessen wollen :-)

Und auch bei Simon will es nicht so richtig klappen: Ein glückliches Remis gegen Lars Harsch aus Bad Rappenau war zwar nicht das gewünschte Ergebnis, doch immerhin hielt Simon durch viele Remisen in der Spitzengruppe noch Anschluss an die Tabellespitze. Mal schauen, wie es am dritten Tag, wo es nur eine Runde zu spielen gibt, weiter geht.

Tag 3
Am dritten Tag der WJEM stand in den jüngeren Altersklassen Wiedergutmachung für den verpatzten Start auf dem Programm. Dafür musste aber unbedingt ein Sieg her. Simeon spielte endlich einmal gutes Schach und belohnte sich dafür  mit seinem 2.Punkt im Turnier. Simon spielte ebenfalls gut, doch machte sein Gegner keine Fehler, sodass am Ende ein Bauernendspiel mit jeweils einem Springer auf dem Brett stand. Nach über 3h einigte man sich dann am Ende doch auf Remis.

Die beiden Mädels dagegen spielen ein super Turnier: Zoé spielte gegen die Topfavoritin der U16w remis, während Katherina durch ihren 2.Sieg wieder Anschluss an die Tabellenspitze fand. Am morgigen Freitag kommt es zur Spitzenbegegnung Zoé gegen Elisa Zeller.

Freizeit hatten wir übrigens auch ein bisschen: Die Mädchen nutzten ihren freien Vormittag zum Shoppen. Die Jungs machten am Nachmittag einen Spaziergang zum Bodensee und nutzten das schöne Wetter für eine Bootsfahrt. Am Abend gab es dann das traditionelle Blitzturnier, bei dem Simon zu alter Stärke fand und dieses Turnier in schöner Manier auf dem 2. Platz beendete.

Tag 4
Der vorletzte Tag ist mit der wichtigste: hier werden vorentscheidende Partien gespielt, Hoffnungen geweckt, oder auch begraben. Bei den Jungs ging es sehr vielversprechend los: Sowohl Simon, als auch Simeon konnten ihre ersten Partien des Tages gewinnen, und nach vielen Remisen im oberen Drittel der Tabelle, etwas näher rücken. Leider verloren allerdings die Mädchen ihre beiden Partien. Sowohl Katherina, als auch Zoé mussten gegen die stärksten Mädchen antreten. Leider gingen beide Partien verloren, sodass sich die Schwestern vom Traum "DEM 2012" verabschieden mussten. Bei beiden geht es jetzt "nur" noch um eine gute Platzierung.

Am Nachmittag - der 6. Runde- begann Simeon furios, und konnte sich schön eine Gewinnstellung mit deutlichem Materialvorteil erspielen. Leider war er mit dem Gedanken wohl schon am Bodenseestrand, bei seinen Muscheln, denn er übersah eine einfache Drohung seines Gegners. Ein anschließendes "Matt in 1"  ließ sich dieser natürlich nicht mehr nehmen und bezwang unseren Youngster.

Simon hatte sich gut vorbereitet, wich aber bereits sehr früh vom vorbereiteten Stoff ab, und tat sich im weiteren Verlauf sehr schwer. Doch konnte er sich eine leicht vorteilhafte Stellung mit einem Mehrbauern erarbeiten. Nach fast 4 Stunden einigten sich die beiden Spieler auf Remis. Bei zwei ungleichfarbigen Läufern ist die Remisbreite nun einmal sehr groß.

Zoés letzte kleine Chance auf den Turniersieg verabschiedete sich mit einem Turmeinsteller relativ schnell und unspektakulär. Katherina spielte anfangs sehr gut, und hatte sich schon eine Gewinnstellung erarbeitet, die sie aber unnötigerweise schlecht weiterspielte und in einen gefährlichen Konter hineinlief. Trotzdem konnte sie am Ende gewinnen, und hat es nun selbst in der Hand, den Vizetitel zu erspielen.

Tag 5
Der letzte Tag und damit die letzte Runde stand bevor. Simeon musste gegen Kai Giebler spielen, gegen den er in den letzten 4 Turniere immer antreten mussten. Die Ergebnisse wechselten sich immer ab. Einem Sieg folgte eine Niederlage, und so weiter. Dieser Serie folgend müsste Simeon eigentlich gewinnen :-). Und genauso begann es auch: Durch konzentriertes Spiel konnte sich Simeon einen 3-Bauern-Vorteil erarbeiten, und war quasi schon auf der Gewinnerstraße. Doch seine Dame einfach stehen zu lassen, verzeiht auf der WJEM kein Gegner. Die Dame futsch, die Partie dahin, beendete Simeon mit enttäuschenden 3 Punkten die WJEM auf dem 19. Platz.

Simon wurde ein Gegner zugelost, gegen der er noch nie spielen musste. Doch bei beiden Spielern, ging es um nicht mehr viel, so dass auch diese Partie remis endete. Simon erreichte auf seiner 2. WJEM den 14. Platz.

Bei den Mädchen trafen die 2. platzierte Jasmin Leser gegen unsere Katherina, die auf dem 3. Platz in Lauerstellung lag. Bei einem Sieg wäre sie an Jasmin vorbeigezogen. Zoé musste gegen Luisa Besthorn antreten und wollte die blöde Niederlage vom Vortag vergessen machen. Katherina vergeigte sehr schnell ihre Partie, und fiel nach Zoés Sieg auf Platz 4 zurück. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Zoé konnte sich durch ihren Sieg gegen Luisa auf den 3.Platz herankämpfen.

Fazit:
Simeon spielte weit unter seinen Möglichkeiten. Gute Spiele machte er sich unnötig durch einzügige Einsteller im späten Mittelspiel wieder kaputt. Hieran muss gearbeitet werden. Dass es Simeon besser kann, hat er ja schon oft bewiesen.

Simon verlor nach der Auftaktniederlage keine Partie mehr. Doch das Siegen hat auf dieser WJEM leider auch nicht perfekt geklappt. Auch Simon spielte in diesem Jahr unter seinen Möglichkeiten, doch dürfen die beiden Jungs im nächsten Jahr erneut in derselben Altersklasse antreten, und werden sich bis dahin sicher weiter verbessert haben.

Zoé spielte bis auf ihren Turmeinsteller in Runde 6 sehr gutes Schach, doch war die Konkurrenz am Ende doch zu stark für den Turniersieg.

Katherina spielte nicht ganz so stabil. Ein möglicher Sieg in der letzten Runde, der ihr den 2.Platz beschert hätte, kam leider nicht zu Stande, so dass sie auf Rang 4 zurückfiel.

Die Württembergische Schachjugend hatte mit der Wahl , die Meisterschaft in Lindau stattfinden zu lassen, eine hervorragende Auswahl getroffen. Tolle Bedingungen, eine sehr schöne Jugendherberge und die Nähe zum Bodensee, machten die WJEM 2012 zu einer der schönsten WJEMs, die ich in den letzten 6 Jahren besucht habe. Sportlich hätte es aber doch am Ende etwas besser ausfallen dürfen.

Wir erhoffen uns im kommenden Jahr, mit noch dem einen oder anderen Spieler mehr, an dieser Meisterschaft antreten zu können, und sind sehr gespannt, wo es uns in 2013 hin verschlägt.

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