Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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Offene DMM 2011 U10

DMM U10 2011 in Lüdenscheid
Turnierbericht von D. Triantafillidis

Traumhafte Turnierbedingungen
Zum ersten Mal nahmen wir an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft U10 teil, die in diesem Jahr von den Schachfreunden Schalksmühle organisiert wurde. Als Veranstaltungsort hat man sich das 4 Sterne Hotel Mercure in Lüdenscheid ausgesucht, welches traumhafte Turnierbedingungen bot. Von der Setzliste waren wir zwar relativ hoch eingeschätzt, und rangierten auf dem 8. Platz der Setzliste, doch in dem Alter ist die Mannschafts-Durchschnitts-DWZ nicht sehr aussagekräftig, da bekanntermaßen die Kids in dem Alter sehr sprunghaft in ihren Leistungen sind. Unsere Biberacher Talente gingen mit folgender Aufstellung an den Start:

  • Brett 1: S. Degenhard
  • Brett 2: S. Triantafillidis
  • Brett 3: L. Melzig
  • Brett 4: N. Grohnberg

Ein verpatzter Start
In der ersten Runde wurde uns mit der SK München-Südost ein, vom Papier her „machbarer“ Gegner zugelost, doch wie so oft in letzter Zeit: Es sollte einfach nicht sein. Nachdem Simon und Simeon bereits beide auf Gewinn standen, stellte Leon seinen Turm ein, was die erste Niederlage bedeutete. Niklas an Brett 4 spielte gegen eine Gegnerin, die sich enorm viel Zeit ließ: nach 30 Minuten waren gerade mal 10 Züge gespielt. Als Niklas dann noch die Dame gewann, schien der Mannschaftskampf schon für uns gelaufen zu sein, doch es kam anders: zunächst gelang es Simeon nach langer Überlegung den einzigen Zug zu finden, der sofort verlor: ein forciertes Matt in 3 ließ sich der Gegner nicht mehr nehmen. Anschließend verlor Simon sein schon gewonnenes Endspiel, sodass es schon 0-3 gegen uns stand.Niklas anschließender toller Sieg bedeutete lediglich Ergebniskosmetik. Schade!

Leon macht es spannend
Die 2. Runde sollte kaum werden: Der Gegner war die 2. Mannschaft des Lübecker SV. Unsere ersten beiden Bretter schienen mit den Gedanken überall, aber nicht auf dem Schachbrett zu sein: Simon verlor schnell eine Figur und Simeon musste die Dame hergeben. Doch die Jungs kämpften jetzt wenigstens: Zwar quälte Simeon seinen Gegner noch recht lange, doch eine Dame weniger ist halt schon was Ernstes, und es gelang letztendlich nicht mehr, die Partie zu drehen, und wir lagen 0-1 hinten. Simon konnte dagegen die Figur zurückgewinnen und das Ruder noch herumreißen, so dass es 1-1 stand. Niklas kämpfte bravourös, doch war er dem druckvollen Spiel seiner Gegnerin letztendlich nicht gewachsen.

Dadurch musste Leon gewinnen, um den Start ins Turnier nicht total zu vermasseln. Leon schonte weder seinen Gegner, noch die Nerven seiner Betreuer: Zunächst spielte er sich einen wunderschönen Vorteil heraus, und konnte in sehenswerter Manier sogar einen Turm gewinnen. Doch danach setzte im Endspiel ein ums andere mal das Herz der Betreuer aus, als Leon mehrmals „matt in1“ übersah und knapp 3mal eine Pattfalle gerade noch rechtzeitig entdeckte. Am Ende konnte er aber als strahlender Sieger das Brett verlassen, und sicherte sich seiner Mannschaft den ersten Punkt. Müde fielen wir um 21 Uhr ins Bett. Am nächsten Tag warteten 3 weitere Partien auf uns.

2. Tag
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten unsere Jungs zeigen, dass sie zu Recht auf einer Deutschen Meisterschaft spielen und gingen konzentriert zu Werke. Unser Gegner hieß SK Endingen 2 ( auch die haben tatsächlich 2 Mannschaften gestellt-wow!). Niklas spielte die Eröffnung sauber und konzentriert, übersah aber eine Mattdrohung auf h2 und verlor. Simon versuchte, entgegen der Grundidee seiner Eröffnung, einen kleinen Trick, der aber leicht zu kontern war, und geriet somit sofort unter Druck. Am Ende musste er zähneknirschend das Remisangebot (Dauerschach) annehmen, wobei er objektiv betrachtet sogar gut bedient war. Somit lastete nun der Druck auf den Brettern 2 und 3, die nicht mehr verlieren durften. Leon gewann in schöner Manier die Partie, so dass es nun 1,5:1,5 stand und es nun an Simeon lag, den Mannschaftspunkt  oder sogar den –sieg zu sichern. Sichtlich nervös, nach seinen beiden Niederlagen am Vortag gelang es ihm aber, eine Figur zu gewinnen, und nachdem die Damen getauscht waren, war der Rest „Formsache“. Nach knapp 1,5 h konnte Simeon gewinnen und den ersten Mannschaftssieg sichern. Mit nun 3 Punkten lagen wir nun im Mittelfeld der Tabelle und hofften, die 4. Runde gewinnen zu können, um unserer Setzlistenstellung auch gerecht zu werden.

4. Runde:
In dieser Runde war gegen die erste Auswahl des Lübecker SV nicht zu holen. Niklas spielte die Eröffnung wie immer sauber, doch fehlen ihm danach die Ideen. Somit kommen Abwartezüge oder sogenannte „mir-fiel-nix-mehr-ein-Züge“ aufs Brett, die bei etwas stärkeren Gegnern dann doch irgendwann zu Verlustzügen werden. Leon bekam die zuvor geübte Eröffnung tatsächlich aufs Brett, doch wich sein Gegner nach dem 6. Zug aus, und Leon wusste damit nichts anzufangen. Ein unnötiger Figurenverlust war die Folge, vom dem er sich in dieser Partie nicht mehr erholen konnte. Somit waren unsere ersten beiden Bretter gefordert, die aber beide gar nicht gut standen. Die 2.Niederlage zeichnete sich ab. Simeon entschied sich, mit dem falschen Bauern zu nehmen, was sich als falsch erwies, sodass die Partie verloren wurde. Simon nutzte allerdings den ersten Fehler seines bis dahin sehr gut spielenden Gegners aus, und konnte die Partie noch drehen, was den 1-3 Endstand bedeutete.

Auspowern:
Nach der 4. Runde hatten wir 3 Stunden Freizeit und wir entschlossen uns, das nahe gelegene Tommywood zu besuchen. Ein Trampolinland mit vielen Möglichkeiten sich auszutoben (ähnlich unserem Trampoline). Nachdem die Jungs sich zuvor geistig verausgabt hatten, war es notwendig, sich auch körperlich auszupowern. Nach einem (weniger guten) Abendessen, ging es zurück ins Hotel zur 5. und letzten Runde des 2. Tages.

5. Runde:
Es ist schon ein anstrengendes Turnier für unsere 8-10jährigen: die 5. Runde begann um 18:45 Uhr und der Gegner hieß SK Endingen I, somit hatten wir nun nach 5 Runden lediglich 3 Vereine als Gegner gehabt (beide Mannschaften aus Lübeck und Endingen; lustig, nicht?).Niklas wie immer: solide aus der Eröffnung und danach wenig Ideen – wir arbeiten dran, versprochen :-)! Leon spielte toll, und war schon 2 solide Bauern voraus, hatte die offene Linie, sein König stand sicher, und…stellte den Springer einzügig ein. Somit stand es relativ schnell bereits 0-2 gegen uns und erneut mussten die beiden erfahrenen Jungs mit dem Druck klar kommen, kein Remis mehr annehmen zu dürfen, und gewinnen zu müssen. Simeon machte seine Sache dieses mal sehr gut: Er konnte sich im Mittelspiel einen soliden Vorteil erarbeiten, den er dann souverän zum Sieg ummünzen konnte. Spannend das Spiel an Brett 1: Simon hatte bereits durch sauberes Spiel eine Figur mehr, opferte danach die Qualität, und geriet aber zunehmend unter Druck: Am Ende musste er mit 2 Figuren gegen einen Turm spielen, aber mit 3 Bauern weniger. Eigentlich war die Partie schon nahezu verloren, doch in Zeitnot übersah Simons Gegner eine Gabel, was den Turm gegen den Läufer einbrachte. Doch gewonnen war noch nicht, da ein gefährlicher Bauer sich bis auf die vorletzte Reihe mit Unterstützung des Königs durchgekämpft hatte. Am Ende konnte Simon nach großem Kampf selbst einen Bauern, durchbringen und die Bauernumwandlung seines Gegners abwehren. Es war die letzte Partie des Abends, die uns ein Mannschaftsunentschieden sicherte.  Jetzt hieß es nochmal ausschlafen, um am letzten Tag erneut angreifen zu können.

3. Tag

6. Runde
Unser Gegner am Schlusstag hieß Caissa Kassel: Das Frühstück schien unseren Jungs schwer im Magen gelegen zu haben. Anders ist die völlig unnötige Niederlage gegen Caissa Kassel wohl nicht zu erklären. Lediglich Simon an Brett 1 konnte eine gute Leistung abrufen und den Ehrenpunkt bei der 1-3 Niederlage erringen.

7. Runde
In der Schlussrunde wollten wir nochmal alles geben, und uns von unserer besten Seite präsentieren. Der SV Oberursel sollte unser letzter Gegner des Turnieres sein. Leon stellte in recht guter Stellung eine Figur ein, und verlor seine Schlussrunde. Simeon konnte recht schnell gewinnen, und glich zum 1-1 aus. An Brett 1 hatte sich Simon einen Vorteil erarbeitet, und Niklas an Brett 4 lag Dame gegen Turm vorne. Es sah also gut aus. Niklas schaffte es aber leider nicht seine bis dahin gut gespielte Partie zu gewinnen. Im Gegenteil: ein Freibauer erreichte die andere Grundreihe und somit konnte auch sein Gegner eine Dame aufs Brett zaubern. Nachdem Niklas` Dame erobert war, ging die Partie verloren. Simon bot erstaunlicherweise beim Stand von 1-2 seinem Gegner remis, was dieser natürlich sofort annahm und somit der Mannschaftskampf mit 1,5-2,5 verloren ging. Am Ende reichte es nur zu einem enttäuschenden 23. Rang im 26 Mannschaften umfassenden Turnier. Mit ein bisschen mehr Konzentration in mancher Situation wäre ein besseres Abschneiden sicher möglich gewesen, doch sollte es eben nicht sein. Im nächsten Jahr wollen wir versuchen, es besser zu machen :-) Gesamtsieger des Turnieres wurde Magdeburg. Herzlichen Glückwunsch!

Schachliches Fazit:
Simon bot die beste Biberacher Performance, auch wenn er insgesamt doch deutlich unter seinen in der Vergangenheit gezeigten Möglichkeiten blieb. Man merkte deutlich, dass Brett 1 einen gewissen Druck mit sich bringt, und vielleicht dadurch nicht alle Reserven genutzt werden.

Simeon hatte Licht und viel Schatten. Teilweise wurden gewonnene Stellungen noch unnötigerweise verloren. Auch hier kann der Mannschaftsaspekt eine Rolle spielen. Diesen Druck müssen unsere beiden ersten Bretter in der Zukunft wohl noch öfter aushalten.

Leon spielte sehr solide, und sehr gutes Schach. Leider stellte er noch zu oft Figuren ein, was ein deutlich besseres Ergebnis verhinderte. Taktisch sieht Leon aber mittlerweile echt viel und aus der Eröffnung kommt er jetzt auch schon sehr gut heraus.

Niklas zeigte während dem Turnier eine sehr schöne Entwicklung nach oben. In jedem Spiel schaffte er es, etwas besser zu spielen als in der Vorrunde. Dadurch erreichte er in den letzten beiden Runden sogar zwei Gewinnstellungen. Doch die Erfahrung, eine Gewinnstellung zum Sieg zu Ende zu spielen, muss Niklas noch lernen. Daran arbeiten wir.

Gesamtfazit:
Insgesamt waren es für die Jungs 3 wunderschöne Tage, an die sie hoffentlich noch sehr lange mit Freude zurückerinnern werden. Die Ausrichter von Schalksmühle haben wirklich eine tolle Meisterschaft ausgerichtet, an der es kaum etwas zu bemängeln gab. Die Jungs sind jetzt heiß aufs nächste Jahr: für Leon und Simon in der U12 – Simeon und Niklas dürfen noch einmal in der U10 angreifen.

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Grundschule Biberach,
Bibersteige 9,
74078 Heilbronn-Biberach,
2. Stock, Vereinseingang (neben Hallenbad)

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Jugend mittwochs 18-19:30 Uhr, freitags 18-20 Uhr,
Erwachsene freitags ab 20 Uhr

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