Schachfreunde Heilbronn-Biberach 1978 e.V.

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Int. Einz.M. U8 Sebnitz

Internationale Einzelmeisterschaft U8 in Sebnitz (23.-29. Oktober 2011)
Turnierbericht von D. Triantafillidis

Im malerisch gelegenen Sebnitz (Sachsen) finden alljährlich die internationale Meisterschaften der unter 8 jährigen statt. Da dies für Simeon –altersbedingt- die letzte Gelegenheit war, daran teilzunehmen, wollte er unbedingt dieses Jahr mitspielen. Dumm dabei war aber, dass zwar in Sachsen schon Schulferien waren, nicht aber in Baden-Württemberg. Super, dass Simeons Schulleiterin aber einer Schulbefreiung zugestimmt hatte, und somit stand dem (schachlichen) Highlight nichts im Wege.

Anfahrt mit Hindernissen
Nach fast 5 Stunden Fahrt erreichten wir das KiEZ (Kinder-Erholungs-Zentrum) in Sebnitz. Da Simeon am Vormittag noch ein Mannschaftsspiel in der 3. Mannschaft absolvieren musste, konnten wir nicht vor 15 Uhr losfahren und kamen daher erst gegen 20 Uhr in Sebnitz an.Wir bezogen schnell das Zimmer und nachdem wir uns als "Betthupferl" die "Wüstensöhne" (Dick und Doof) angeschaut hatten, schliefen wir müde und erschöpft von der langen Fahrt, aber letztendlich doch mit einem Lächeln, und großer Vorfreude auf das Turnier, ein.

Perfekter Start
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück ging es auch schon los: Simeons Setzlistenplatz in dem 82 Teilnehmer großen Feld ist 14. Somit startete er mit weiß in der ersten Runde gegen J. Gäbler. Jakob spielt noch nicht sehr lange Schach und demnach konnte Simeon die erste Runde relativ sicher eintüten, auch wenn Jakob sich mit Händen und Füßen wehrte.

Unfreiwilliger Ausflug nach Tschechien
Nach der Runde hatte Simeon sein bisheriges Highlight: Beim Versuch einen Einkaufsladen zu finden (ich hatte die Getränke vergessen) verfuhr sich sein Chauffeur (Papa), sodass wir uns statt bei einem Lidl, auf einmal in Tschechien wiederfanden. Simeons Kommentar: "Juhuu, ich war noch nie in einem anderen Land! Papi du bist der beste!" :-) Wenn´s doch nur mal Absicht gewesen wäre.

Die zweite Runde begann um 14 Uhr. Simeons jetziger Gegner war schon deutlich stärker. Trotzdem konnte Simeon im Verlauf der Partie zunächst eine Figur gewinnen, und im Endspiel dann noch einen Turm. Der Rest war dann noch Formsache  und Simeon konnte seinen 2. Punkt erringen. Der Start in das Turnier ist also sehr gut gelungen.

Fackelwanderung
Das Nachmittagsprogramm sah eine Fackelwanderung vor. Schwer bewaffnet mit einer störrischen Fackel, wanderten wir dann ca. eine dreiviertel Stunde durch die schöne Sächsische Schweiz, bevor wir dann müde ins Bett fielen. Ab morgen warten dann die "Hämmer" auf Simeon. Gibt es doch tatsächlich schon in der U8 Spieler, mit einer DWZ von über 1500. Wir sind gespannt, was die Auslosung ergibt.

Hammerlos in Runde 3
Tatsächlich war es nun schon in der 3. Runde soweit: mit A. Niemann wurde Simeon einer der stärksten U8-Spieler Deutschlands zugelost. Mit knapp unter 1400 wohl noch eine (oder 2) Nummern zu groß für unseren jungen Biberacher. Aber Simeon kam sehr gut aus der Eröffnung und konnte das Mittelspiel lange ausgeglichen gestalten. Nach ein paar positionellen Ungenauigkeiten Simeons, schien Alexander langsam Übergewicht zu bekommen, doch hielt Simeon seine Stellung tapfer. Im Gegenteil: Er konnte geschickt einen Freibauern bilden, der dann so stark war, dass Alexander sogar am Ende froh über den halben Punkt sein konnte. Die anschließende Analyse mit dem bekannten Schachexperten und Buchautor B. Starke, ergab, dass Simeon wirklich gut gespielt hatte, und sich das Remis völlig zu Recht verdient hatte.

Fußballturnier
Da am Dienstag nur eine Runde gespielt wurde, hatten wir viel Zeit für Freizeit. Die Veranstalter boten an, ein Fußballturnier auszurichten, was natürlich von den zahlreichen Jungs angenommen wurde. Es wurde gekickt, bis die Socken qualmten.  4 Mannschaften wurden zusammengelost und jede Mannschaft musste gegeneinander spielen. Nach 2 Stunden (die Eltern froren sich den Hintern ab), gab es dann auch tatsächlich einen Sieger: die Schalker Teufel (ich verzichte hier zu erwähnen, dass Simeon Teil dieses Teams war :-) gewannen souverän mit 7-1 Punkten.  Um 20 Uhr gab es noch eine kleine gute Nacht Geschichte und Simeon fiel müde ins Bett.

Zur Einrichtung und der Orga
Noch kurz ein Wort zum KiEZ und zur Organisation des Turnieres: Eine tolle Einrichtung, die Zimmer sind zweckmäßig und sauber eingerichtet, der Speisesaal bietet sehr viel Platz, und die Essensauswahl ist ebenso groß. Desweiteren gibt es fast in jedem Stock eine Tischtennisplatte, viele Spielplätze um die Anlage, 2 Bolzplätze, einen Volleyballplatz, eine Kegelbahn, und vieles mehr. Die Orga-Leitung bietet an den Tagen, an denen nur ein Spiel ist ein schönes Rahmenprogramm und somit ist es nahezu unmöglich, dass Langeweile aufkommt.

Stelldichein in Runde 4
Am dritten Spieltag, 4. Runde, bekam Simeon einen vom Papier her "machbaren" Gegner zugelost, und hätte die Möglichkeit gehabt, sich endgültig oben festzubeißen. Doch nach der tollen Runde am Vortag, ging heute alles schief: Zunächst vermasselte Simeon die Eröffnung, und erlaubte seinem Gegner eine schöne Figurenentwicklung. Doch das größte Malheur geschah im Mittelspiel, wo Simeon einfach mal so seine Dame einstellte. Jetzt flossen die Tränen und Papa musste erstmal trösten. Der Vorteil: in der 5. Runde wird der Gegner jetzt erst einmal nicht so schwer. Hoffentlich erholt sich Simeon bis dahin von dieser unnötigen Niederlage. 

Zwischenhoch in Runde 5
Enttäuschung bei Simeon in der 5. Runde, denn er traf auf seinen Fußballfreund Navin, den er tags zuvor beim Kicken kennengelernt hatte. "Gegen den will ich nicht gewinnen, es gibt soviele andere hier, warum gerade gegen Navin?" Aber noch war ja lange nicht gewonnen, und das Unterschätzen eines Gegners ist bekanntlich schon der erste große Fehler. Doch Simeon machte seine Sache besser als in der Morgenrunde. Zwar wich Navin in der Eröffnung von Simeons bekannten Pfaden ab, sodass er einige komische Züge einstreute, doch nachdem erst einmal eine Figur gewonnen werden konnte, spielte es sich einfacher. Ein schönes Matt war die Belohnung.

Anschließend gingen die beiden Kumpels gemeinsam zu B. Starke und ließen sich zeigen, was sie hätten besser machen können. Auch hier nochmal ein ganz großes Dankeschön an die Organisation, die 2 Schachgrößen aufboten, um mit den Minis die Partien durchzugehen. Besonders toll fand Simeon (und ich denke alle Kinder und Erwachsenen auch), den nahezu unerschöpflichen Fundus an Sprüchen, die Herr Starke zu jeder Gelegenheit parat hatte. Beispiel gefällig? "Halt die Pferde schön beim Heer, sonst hast du bald keine mehr."

Zaubertricks am Nachmittag
Am Nachmittag spielten wir eine Runde Kniffel, bevor es zum Abendessen ging. Ein tolles Abendprogramm, bei dem der KiEZ sogar einen Zauberer engagiert hatte, rundete den tollen Tag ab.

Wieder gegen einen Favoriten in Runde 6
Die 6. Runde sah vor, dass Simeon erneut gegen einen der Favoriten spielen musste. T. Heckmann aus Berlin, mit einer DWZ von knapp 1200 hieß Simeons Gegner. Mal schauen. Bisher war es so, dass er gegen die Starken immer besser spielte als gegen Schwächere. Mal schauen, was der Tag so bringt. Simeon kam ganz gut aus der Eröffnung, doch spielte er viel zu passiv. So kam es, wie es kommen musste: Zunächst konnte Till durch eine schöne Kombination die Qualität gewinnen. Anschließend, baute er so viel Druck auf, dass auch noch ein Bauer gewonnen werden konnte. Nach Abtausch fast aller Figuren, lag Simeon hoffnungslos mit in einem Läufer gegen Turm Endspiel auf verlorenem Posten. Dass kurz darauf noch der Läufer eingestellt wurde, beschleunigte die Niederlage und –wer weiß- vielleicht konnte dabei ein wenig Kraft gespart werden :-)

Urzeitpark
Da am heutigen Donnerstag nur diese eine Runde auf dem Programm stand, entschlossen wir uns, den Nachmittag zu einem Ausflug in einen nahe gelegenen Urzeitpark zu machen. Über 40 Dino-Plastiken in original-Größe konnten bewundert werden. Da Simeon ein großer Dino-Fan ist, war das natürlich supertoll. Nach dem Abendessen wurde noch ein bisschen Tischtennis gespielt, und nach dem obligatorischen Gute-Nacht Film war dann auch schon Schlafenszeit angesagt.

Geburtstag
Am nächsten Morgen, Freitag, dem 28.10.11 gab es für Simeon nur eins: GEBURTSTAG

Endlich 8 Jahre alt! Nach dem Auspacken der Geschenke war dann natürlich der Kopf nicht wirklich frei zum Schachspielen. Trotzdem schafften wir es irgendwie rechtzeitig- dachten wir – zum Turniersaal. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass wir Simeons Geburtstagsständchen verpasst hatten. Simeon ging dann auch schnurstracks zu seinem Platz, und wurde aber sofort vom Turnierleiter erst einmal "verhaftet". Er bekam ein tolles Geburtstagsgeschenk und durfte erst dann an seinen Platz. Wirklich sehr aufmerksam von der Turnierleitung, und wie ich finde, eine tolle Sache. Simeon hatte sich natürlich an seinem Geburtstag 'ne Menge vorgenommen und dementsprechend konzentriert spielte er. Allerdings nur am Anfang.  Denn nach einer guten Eröffnung, in der er sich gegen K. Tschammer aus Erlangen, leichte positionelle Vorteile erarbeiten konnte, schlug er mit dem Läufer auf h6 ein, und vergaß dabei, dass der Läufer jetzt nicht mehr die Dame deckte. Und schon bekam Simeon sein nächstes Geburtstagsgeschenk: unglaublicherweise sah Kai die "Tante" , wie die Dame hier in Sebnitz gerne genannt wird, nicht, und ermöglichte Simeon dadurch, im Spiel zu bleiben. Im weiteren Verlauf, gab es aber am Spiel von Simeon nichts zu meckern: Schön die vorletzte Reihe erobert, und danach den (etwas umständlichen) Gewinnweg konsequent durchgesetzt. 4,5 Punkten aus jetzt 7 Runden sind super. Mal schauen, was heute Nachmittag in der 2. Partie des Tages passiert.

Nach Simeons Lieblingsessen (Schnitzel), das leider etwas klein ausfiel, gab es vor der Runde zunächst das obligatorische Gruppenfoto, auf dem alle Teilnehmer verewigt wurden. Simeons Gegner hieß C. Schubert. Nach 20 Minuten kam Simeon freudestrahlend aus dem Turniersaal und ich dachte schon, dass er gewonnen hatte, aber dem war nicht so. Es stellte sich heraus, dass Simeon aber erneut ein Geburtstagsgeschenk bekommen hatte: Nachdem er in der Eröffnung bereits die Qualität eingestellt hatte, bot Simeons Gegner auf einmal Remis, was Simeon natürlich dankenswerter Weise annahm. Nun hat er 5 Punkte aus 8 Runden, steht in der Tabelle im oberen Viertel und kann sich heute länger um sein Geburtstagsgeschenk (ein Dino, den man erst aus einem Stein hauen muss) widmen.

Schlusstag
Der letzte Tag: morgens nochmal alles geben hieß das Motto der 9. und letzten Runde. Während Simeon am Brett nochmal sein Bestes gab, räumte Vater Dimi das Zimmer und brachte die Koffer ins Auto, denn die Zimmer mussten um spätestens 10 Uhr geräumt und die Schlüssel abgegeben worden sein. Da Simeon unbedingt noch in die TOP 10 rutschen wollte, nahm er sich besonders viel Zeit. Immerhin wurde es die zweitlängste Partie des Tages. Simeon konnte sich materiellen Vorteil erarbeiten, den er bis zum Schluss bewahrte und am Ende gab sein Gegner nach fast 2 h auf. In der Endabrechnung schrammte Simeon nur äußerst knapp am Wunschergebnis vorbei. Mit ganz tollen 6 Punkten und insgesamt nur 2 Niederlagen wurde Simeon Gesamtelfter! Ein tolles Ergebnis. Gesamtsieger wurde der fantastisch spielende V. Keymer, der ein 100% Ergebnis erreichen konnte und alle seine 9 Spiele gewann.

Wir hatten 1 Woche lang ganz viel Spaß, und können das Turnier wirklich jedem ans Herz legen.

Int. Einzel-Meisterschaft U8 Sebnitz (2011)

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Grundschule Biberach,
Bibersteige 9,
74078 Heilbronn-Biberach,
2. Stock, Vereinseingang (neben Hallenbad)

Training:
Jugend mittwochs 18-19:30 Uhr, freitags 18-20 Uhr,
Erwachsene freitags ab 20 Uhr

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Dimitrios Triantafillidis (Jugendleiter)

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